US-Präsident Donald Trump hat die Absicht bekannt gegeben, mit dem Präsidenten von Taiwan, Lai Ching-te, zu sprechen. Dieses geplante Gespräch würde einen bedeutenden Bruch mit der jahrzehntelangen diplomatischen Praxis darstellen, die eine direkte Kommunikation zwischen den Führern der USA und Taiwans vermied. Die taiwanesische Regierung sieht dies als eine Bestätigung ihrer Souveränität, während China, das Taiwan als Teil seines Territoriums betrachtet, diese Handlung als provokant ansehen wird.
Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Spannungen zwischen den USA und China in Bezug auf Taiwan und andere geopolitische Themen zunehmen. Trump plant, das Gespräch im Rahmen seiner Bemühungen um eine stärkere Unterstützung Taiwans zu führen, was auch im Kontext der aktuellen Überlegungen zu einem milliardenschweren Rüstungsverkauf an die Insel steht.
Analysten warnen, dass diese Entwicklungen die Beziehungen zwischen Washington und Peking weiter belasten könnten. China hat bereits auf ähnliche Aktionen in der Vergangenheit mit diplomatischen und wirtschaftlichen Maßnahmen reagiert. Die Reaktionen beider Seiten auf dieses bevorstehende Gespräch werden mit Spannung erwartet.
Quellen: ZEIT Online, FAZ Online