Mutter und Stiefvater nach Aussetzung von Kleinkindern in Portugal festgenommen

In einem erschütternden Vorfall in Portugal wurden ein fünfjähriger Junge und sein drei Jahre alter Bruder an einer Landstraße gefunden, wo sie weinend um Hilfe baten. Die beiden Kinder trugen Rucksäcke mit Lebensmitteln und Wasser, jedoch keine Identitätsdokumente. Nach ersten Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Kinder aus der französischen Stadt Colmar stammen und vor etwa zehn Tagen von ihrem Vater als vermisst gemeldet wurden.

Die Polizei erhielt einen Hinweis und konnte daraufhin die Mutter und den Stiefvater der Kinder festnehmen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Kinder absichtlich ausgesetzt wurden, was die Umstände ihrer Entdeckung noch dramatischer erscheinen lässt. Die Jungen wurden in ein örtliches Kinderheim gebracht, wo sie betreut werden.

Die Behörden in Portugal arbeiten eng mit den französischen Behörden zusammen, um den weiteren Verlauf der Ermittlungen und die Rückführung der Kinder zu gewährleisten. Psychologen wurden hinzugezogen, um den Jungen bei der Verarbeitung dieses traumatischen Erlebnisses zu helfen.

Quellen: Spiegel Online, Welt Online, Euronews