Die Schließung der Bilgi-Universität in Istanbul, die für ihre liberale Ausrichtung bekannt ist, hat in der Türkei und international für Schlagzeilen gesorgt. Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat diesen Schritt angeordnet, was als Teil seiner Bemühungen gesehen wird, die Kontrolle über Bildungseinrichtungen zu verstärken und oppositionelle Stimmen zum Schweigen zu bringen.
Die Universität, die seit ihrer Gründung für akademische Freiheit und kritisches Denken steht, war ein Symbol für liberalen Fortschritt in der Türkei. Mit der Schließung wird nicht nur das Schicksal von Tausenden von Studierenden und Mitarbeitenden besiegelt, sondern auch ein weiteres Kapitel in der zunehmend repressiven Politik der türkischen Regierung aufgeschlagen.
Kritiker befürchten, dass solche Maßnahmen die akademische Freiheit weiter einschränken und die pluralistische Gesellschaft, die in der Türkei angestrebt wird, gefährden. Die Reaktionen aus der akademischen Gemeinschaft und von Menschenrechtsorganisationen sind verhalten, und viele fordern ein Umdenken in der türkischen Bildungspolitik.
Quellen: ZEIT Online, Middle East Eye