Senegals Premierminister kritisiert westliche Einflüsse auf LGBTQ-Gesetze

Der Premierminister des Senegal, Ousmane Sonko, hat sich am Freitag gegen die Einflüsse des Westens ausgesprochen, die seiner Meinung nach versuchen, Homosexualität im Senegal zu ‚imponieren‘. Diese Äußerungen fielen im Rahmen einer Debatte über ein neues Gesetz, das die Strafen für gleichgeschlechtliche Beziehungen in dem westafrikanischen Land erheblich verschärfen soll.

Sonko bezeichnete die westlichen Länder als tyrannisch und betonte, dass solche Gesetze zur Verteidigung der traditionellen Werte des senegalesischen Volkes notwendig seien. Menschenrechtsorganisationen haben die Gesetzesänderung scharf kritisiert und befürchten eine Zunahme von Diskriminierung und Gewalt gegen die LGBTQ-Community im Senegal.

Die Debatte um LGBTQ-Rechte in Senegal ist nicht neu. Das Land hat eine lange Geschichte der Homophobie und die Gesellschaft ist stark von traditionellen und religiösen Werten geprägt. Sonko, der selbst in der politischen Arena umstritten ist, nutzt solche Themen häufig, um seine Unterstützung in der Bevölkerung zu festigen.

In den letzten Jahren gab es mehrere Fälle von Verhaftungen und Diskriminierungen von Personen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, was die internationale Gemeinschaft alarmiert hat. Trotz der Kritik bleibt die senegalesische Regierung standhaft in ihrer Position und lehnt jegliche Versuche ab, die Gesetzgebung in Bezug auf LGBTQ-Rechte zu reformieren.

Quellen: Africanews EN, Al Jazeera English