Die britische Kanzlerin Rachel Reeves hat in einem Schreiben an ihre Kabinettskollegen eine klare Linie gezogen: Regierungsgeschäfte sollen künftig vorrangig an britische Unternehmen vergeben werden, insbesondere in den Bereichen Schifffahrt, Stahl, Energie und Künstliche Intelligenz. Reeves äußerte Unmut darüber, dass in der Vergangenheit immer wieder Aufträge ins Ausland vergeben wurden, was nicht nur die heimische Industrie schwächt, sondern auch die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Landes gefährdet.
In ihrem Schreiben fordert sie eine Überprüfung bestehender Verträge und eine strategische Neuausrichtung der Beschaffungspolitik. Ziel ist es, die britische Wirtschaft zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern. Reeves betont, dass die Unterstützung britischer Unternehmen nicht nur ökonomisch sinnvoll, sondern auch eine Frage der nationalen Souveränität ist.
Dieser Schritt wird als Teil einer breiteren Strategie der Regierung gesehen, die britische Wirtschaft nach den Herausforderungen der COVID-19-Pandemie und den Unsicherheiten des Brexits zu revitalisieren. Es bleibt abzuwarten, wie die Minister auf diesen Aufruf reagieren werden und welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden.
Quellen: The Guardian