In einem offenen Brief haben vier prominente Juristen, darunter der ehemalige Generalstaatsanwalt Dominic Grieve, Premierminister Keir Starmer aufgefordert, sich in die laufende Strafverfolgung des britischen Nationalen Jagtar Singh Johal in Indien einzuschalten. Die Juristen argumentieren, dass die Anklagen gegen Johal die Grundsätze der Doppelbestrafung verletzen und daher eingestellt werden sollten.
Johal wurde in Indien wegen angeblicher Verbrechen gegen den Staat angeklagt, doch die Juristen sind der Ansicht, dass die Vorgehensweise der indischen Staatsanwaltschaft stark politisch motiviert sei. In dem Brief wird betont, dass die britische Regierung eine moralische Verantwortung habe, sich für die Rechte von Staatsbürgern im Ausland einzusetzen.
Der Fall hat in Großbritannien für Aufsehen gesorgt und wirft Fragen über die diplomatischen Beziehungen zwischen Indien und dem Vereinigten Königreich auf. Die Juristen hoffen, dass Starmer, der eine klare Haltung zur Menschenrechtslage in Indien einnimmt, aktiv wird und sich für die Einstellung der Anklagen einsetzt.
Quellen: The Guardian