Der gewaltsame Tod der 14-jährigen Agostina Vega in Córdoba hat Argentinien in Aufruhr versetzt. Die Leiche des Mädchens wurde in einem Abwassergraben entdeckt, nachdem sie eine Woche lang vermisst war. Der Fall hat landesweit Empörung und Trauer ausgelöst und führte zu Massenprotesten in mehreren Städten. Besonders in Buenos Aires versammelten sich tausende Menschen, um im Rahmen der jährlichen ‚Ni Una Menos‘-Demonstration ihrer Wut über die anhaltende geschlechtsspezifische Gewalt Luft zu machen.
Die Proteste, die auch in Agostinas Heimatprovinz Córdoba stattfanden, führten zu Zusammenstößen mit der Polizei. Viele der Demonstranten forderten energische Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung von Femiziden und mehr Schutz für Frauen. Die Bewegung ‚Ni Una Menos‘, die sich für Frauenrechte und gegen geschlechtsspezifische Gewalt einsetzt, spielt bei diesen Protesten eine zentrale Rolle.
Agostinas Familie hatte bereits am Morgen ihres Verschwindens eine Vermisstenanzeige gestellt, doch es vergingen über 80 Stunden, bevor die Polizei mit der Suche begann. Dieses Versäumnis hat die öffentliche Empörung zusätzlich angeheizt. Die Proteste sind ein deutliches Signal an die argentinische Regierung, dass die Bevölkerung dringende Veränderungen fordert, um die Sicherheit von Frauen im Land zu gewährleisten.
Quellen: France 24 – World, The Guardian – Americas, Al Jazeera English