Petro verzichtet auf Verfassungsreform: Weg frei für Cepeda

In einer überraschenden Wendung hat der kolumbianische Präsident Gustavo Petro angekündigt, sein Vorhaben einer Nationalen Verfassungsversammlung aufzugeben. Diese Entscheidung fällt nur 17 Tage vor der entscheidenden Stichwahl am 21. Juni, bei der der Kandidat der Regierungskoalition, Senator Iván Cepeda, gegen den rechten Rivalen antreten wird.

Das Projekt, das die Verfassung von 1991 reformieren sollte, wurde von einem Komitee unterstützt, das nun die Sammlung von Unterschriften eingestellt und das Vorhaben offiziell zurückgezogen hat. Diese Maßnahme soll die Chancen von Cepeda in der bevorstehenden Wahl verbessern, indem sie die Aufmerksamkeit von der kontroversen Verfassungsreform auf die Wahl selbst lenkt.

Die Entscheidung kommt in einem kritischen Moment, da der linke Kandidat Cepeda kürzlich auch die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump für seinen rechten Konkurrenten kritisierte. Cepeda bezeichnete diese Unterstützung als ‚interventionistisch‘ und forderte Respekt für die kolumbianische Souveränität.

Die Wahl verspricht, das politische Klima in Kolumbien weiter aufzuheizen, da beide Lager versuchen, ihre Positionen in der Endphase des Wahlkampfs zu stärken.

Quellen: Mercopress, El País – Americas