Die britische Regierung hat bekannt gegeben, dass sie mehr als 170 Millionen Pfund zusätzlich für den Bau des Lower Thames Crossing, eines geplanten Straßentunnels zwischen Kent und Essex, bereitstellt. Dieses Infrastrukturprojekt sieht Gesamtausgaben von über 11 Milliarden Pfund vor, die damit einhergehenden Kosten pro Meile sind höher als die von HS2, einem anderen großen Infrastrukturvorhaben im Vereinigten Königreich.
Die angekündigten zusätzlichen Mittel haben Bedenken hinsichtlich der ’spiralenden‘ Kosten des Projekts geschürt. Kritiker argumentieren, dass die finanziellen Aufwendungen für den Tunnel nicht gerechtfertigt seien und dass die Regierung Transparenz und Verantwortung in Bezug auf die Verwendung öffentlicher Gelder sicherstellen müsse.
Das Lower Thames Crossing wird als eines der größten Infrastrukturprojekte im Vereinigten Königreich angesehen und soll die Verkehrsbelastung in der Region reduzieren. Dennoch stehen die hohen Kosten und die mögliche Auswirkung auf die Umwelt in der öffentlichen Diskussion.
Quellen: The Guardian, FAZ Online