Sachsen fordert Erfassung von Rechtsextremisten ab zwölf Jahren

Der Verfassungsschutz in Sachsen hat alarmierende Zahlen veröffentlicht: Über 6.500 Rechtsextremisten leben im Bundesland, was einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Besonders besorgniserregend ist die zunehmende Verjüngung der Szene. In Reaktion darauf hat der sächsische Innenminister die Forderung erhoben, künftig auch zwölfjährige Verdächtige zu erfassen.

Diese Maßnahme soll helfen, die rechtsextreme Ideologie frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen, bevor sie sich in gewalttätigen Handlungen niederschlägt. „Wir müssen unsere Gesellschaft vor extremistischen Tendenzen schützen“, so der Minister. Die Zunahme gewaltbereiter Linksextremisten wird ebenfalls angesprochen, was die Sicherheitslage in Sachsen zusätzlich belastet.

Die Landesregierung plant, die entsprechenden rechtlichen Grundlagen zu schaffen, um eine frühzeitige Intervention zu ermöglichen. Dies könnte auch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden und Institutionen stärken und damit die Präventionsmaßnahmen effektivieren.

Quellen: ntv