Pakistan hat am Mittwoch Luftangriffe auf afghanisches Gebiet durchgeführt, die nach eigenen Angaben 26 ‚Militanten‘ das Leben kosteten. Afghanische Behörden hingegen beziffern die Zahl der zivilen Opfer auf mindestens 12, darunter auch Kinder, die in den angrenzenden Provinzen getötet wurden. Diese Angriffe kommen nach einer Phase relativer Ruhe in der angespannten Grenzregion zwischen den beiden Ländern.
Die Taliban in Afghanistan haben die pakistanischen Angriffe scharf verurteilt und werfen dem Nachbarland vor, gezielt Zivilisten anzugreifen. Die Situation an der Grenze ist durch die wiederholten Konflikte und militärischen Auseinandersetzungen in den letzten Monaten weiter angespannt. Ein Sprecher der Taliban forderte die internationale Gemeinschaft auf, gegen solche Angriffe vorzugehen und die Souveränität Afghanistans zu respektieren.
Die pakistanische Regierung hingegen betont, dass die Angriffe notwendig seien, um die Sicherheit in der Region zu gewährleisten und militante Gruppen zu bekämpfen, die aus dem afghanischen Gebiet operieren. Die Kluft zwischen den beiden Ländern vertieft sich weiter, was die humanitäre Situation in der Region zusätzlich belastet.
Quellen: ARD Tagesschau, France 24