Die Situation in Ceuta, der spanischen Exklave an der nordafrikanischen Küste, bleibt angespannt. Nach einem massiven Ansturm von Migranten sind laut örtlichen Behörden immer noch Tausende vor Ort, darunter viele Minderjährige, die ohne Erziehungsberechtigte sind und nicht abgeschoben werden dürfen. Diese Umstände haben die Debatte über den Schutz der EU-Außengrenzen neu entfacht.
Bundesaußenminister Wadephul bezeichnete die Lage als „absoluten Stresstest“ für die EU. Er fordert die EU-Kommission auf, umgehend zu handeln, um die Außengrenzen besser zu schützen. In den kommenden Tagen sind Beratungen der EU-Innenminister angesetzt, um über die weitere Vorgehensweise zu diskutieren. Diese Krise hat nicht nur in Spanien, sondern in der gesamten EU zu einem erhöhten Druck geführt, da Länder wie Italien bereits damit begonnen haben, Grenzkontrollen für Reisende aus Spanien einzuführen.
Die Diskussion über die migrationspolitischen Strategien der EU wird intensiver, während einige Mitgliedstaaten Spanien mit Vorwürfen über die Handhabung der Krise konfrontieren. Der SPD-Co-Vorsitzende Lars Klingbeil fordert Solidarität mit Spanien und betont die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Antwort in solch kritischen Situationen.
Quellen: Welt Online, ARD Tagesschau