In Belfast sind die Straßen erneut von Unruhen geprägt, die auf eine besorgniserregende Mobilisierung rechtsextremer Gruppen hinweisen. Professor Peter Shirlow vom Institute of Irish Studies an der Universität Liverpool äußert, dass die gegenwärtigen Gewalttaten nicht isoliert sind, sondern Teil eines breiteren europäischen Phänomens. Die Gewalt richtet sich insbesondere gegen Migranten und ist von einem zunehmenden nationalistischen Gedankengut begleitet.
Berichten zufolge haben in den letzten Tagen Ausschreitungen stattgefunden, bei denen unter anderem Wohnhäuser in Brand gesetzt und vandalisiert wurden. Die Polizei in Nordirland war zuvor gewarnt worden, dass in extremistischen Kreisen eine „Attackenliste“ kursiert, die gezielt Adressen von Migranten enthält.
Diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die anhaltenden Spannungen und die Zunahme von Fremdenfeindlichkeit in der Region. Shirlow betont, dass solche Mobilisierungen nicht nur lokale Probleme sind, sondern sich in einem globalen Kontext bewegen, der auch andere europäische Länder betrifft. Die Gefahren, die von derartigen Bewegungen ausgehen, sind nicht zu unterschätzen und erfordern eine umfassende gesellschaftliche und politische Antwort.
Quellen: France 24, SVT Nyheter