Festnahme eines US-Forschers in China wegen mutmaßlicher Spionage

In einem besorgniserregenden Vorfall haben die chinesischen Behörden einen US-amerikanischen Forscher festgenommen, der sich auf die Politik Myanmars und die chinesische Außenpolitik spezialisiert hat. Die Festnahme von Min Zin erfolgte in Südwestchina, in der Nähe der Grenze zu Myanmar und wurde von Chinas Außenministerium als Maßnahme zur Wahrung der nationalen Sicherheit gerechtfertigt.

Die chinesischen Behörden werfen dem Wissenschaftler vor, in Spionageaktivitäten verwickelt zu sein, die die nationale Sicherheit Chinas gefährden könnten. Diese Festnahme erfolgt nur Wochen nach dem Besuch von Donald Trump in Peking und könnte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den USA und China weiter belasten.

Die Umstände der Festnahme sind noch unklar, doch Experten sehen darin ein weiteres Beispiel für die zunehmende Repression gegenüber ausländischen Forschern und Journalisten in China. Die chinesische Regierung hat in den letzten Jahren immer wieder ausländische Staatsbürger festgenommen, die verdächtigt werden, Informationen zu sammeln oder zu verbreiten, die als schädlich für die nationale Sicherheit angesehen werden.

Quellen: The Guardian, Spiegel Online