Erdbeben in Venezuela: Zahl der Todesopfer steigt auf 589

Die jüngsten Erdbeben in Venezuela haben eine verheerende Bilanz hinterlassen: 589 Menschen sind bislang ums Leben gekommen, und die Zahl der Verletzten beläuft sich auf über 3.000. Die Regierung hat zudem die Zahl der vermissten Personen auf 106 beziffert. Die Beben, die am Mittwochabend das Land erschütterten, stellten ein seltenes Phänomen dar, bekannt als ‚Doublet‘. Dabei handelt es sich um die schnelle Abfolge von zwei schweren Erdbeben, die als ‚Zwillingsbeben‘ bezeichnet werden.

Internationale Unterstützung ist in vollem Gange. Insgesamt 16 Länder sowie die Vereinten Nationen haben Hilfsgüter und Rettungskräfte entsandt. Unter den Unterstützern ist auch China, dessen Präsident Xi Jinping seine Bereitschaft ausdrückte, Venezuela bei der Katastrophenhilfe und dem Wiederaufbau zu unterstützen.

Der Caritas-Koordinator Jonas Brenner betonte die Wichtigkeit der internationalen Solidarität und berichtete von der Erleichterung, dass die venezolanische Regierung Hilfsangebote aus dem Ausland angenommen hat. Trotz der Hilfsmaßnahmen bleibt die Lage schwierig, und die Bergungsarbeiten gestalten sich aufgrund der massiven Zerstörungen als äußerst herausfordernd.

In Venezuela selbst wächst die Kritik an der Regierung. Interimspräsidentin Delcy Rodríguez versprach, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um so viele Menschenleben wie möglich zu retten. Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung über die langsame Reaktion und die begrenzten Ressourcen der Regierung wird jedoch immer lauter.

Quellen: El País, The Guardian, Welt Online, ARD Tagesschau