Hunderte demonstrieren in Berlin nach rechter Messerattacke in Friedrichshain

In Berlin haben am Sonntag Hunderte Menschen gegen rechte Gewalt demonstriert. Anlass war ein brutaler Angriff mit Macheten auf zwei junge Menschen, der sich Ende März mitten in Friedrichshain ereignet hatte. Die Opfer waren nach einem Kneipenbesuch von Neonazis attackiert worden.

Breite Solidarität nach Gewalttat

Die Demonstration zog durch den Berliner Bezirk und setzte ein deutliches Zeichen gegen rechtsextreme Gewalt in der Hauptstadt. Die Teilnehmenden forderten konsequente Maßnahmen gegen Neonazi-Strukturen und mehr Schutz für potenzielle Opfer rechter Angriffe.

Der Vorfall in Friedrichshain reiht sich ein in eine Serie rechtsextremer Übergriffe in Berlin. Die Verwendung von Macheten als Waffen unterstreicht die besondere Brutalität der Tat. Die beiden jungen Opfer wurden nach dem nächtlichen Angriff verletzt, Details zu ihrem Gesundheitszustand wurden nicht bekannt gegeben.

Forderungen nach politischer Reaktion

Zivilgesellschaftliche Gruppen und Anwohner fordern nun verstärkte Aufklärungsarbeit und härteres Durchgreifen gegen rechtsextreme Strukturen in der Stadt. Friedrichshain gilt eigentlich als weltoffener, bunter Bezirk – umso schockierender wirkt der Vorfall auf viele Berlinerinnen und Berliner.

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und prüft den Hintergrund der Tat. Ob es sich um einen gezielten politisch motivierten Angriff handelte oder ob andere Motive eine Rolle spielten, ist Teil der laufenden Untersuchungen.

Quellen: Der Tagesspiegel