In der Nacht zum 2. Juli 2026 wurden in Cottbus Brandsätze auf ein alternatives Wohnprojekt sowie einen nahegelegenen Jugendclub geworfen. Das Wohnprojekt, ein Ort für kulturelle und soziale Aktivitäten, wurde dabei erheblich beschädigt. Die Polizei hat umgehend Ermittlungen eingeleitet und geht von einem versuchten Mord aus, da in einem der Fälle eine Person in Gefahr war.
Brandenburgs Innenminister Michael Redmann verurteilte die Angriffe scharf und forderte eine konsequente Aufklärung. „Wir müssen klare Kante gegen rechte Gewalt zeigen“, erklärte er in einer Stellungnahme. Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke äußerte sich betroffen und betonte, dass solche Taten in Brandenburg keinen Platz haben dürften.
Die Polizei hat bereits zwei Verdächtige ermittelt, die dem rechten Spektrum zugeordnet werden. Die Vorfälle werfen erneut ein Schlaglicht auf die zunehmenden rechten Angriffe in der Region, die in den letzten Monaten immer häufiger in den Medien thematisiert werden. Eine lokale Initiative hat nach dem Anschlag verstärkten Schutz für alternative Projekte gefordert.
Quellen: Spiegel Online, Der Tagesspiegel, ntv