In der Türkei wurden vor dem bevorstehenden NATO-Gipfel in Ankara mehrere Journalisten und Bürgerrechtler von der Polizei festgenommen. Diese Maßnahmen haben in den letzten Tagen für erheblichen Aufschrei gesorgt, insbesondere von Seiten der Menschenrechtsorganisationen, die die Vorgehensweise der türkischen Behörden als repressiv und grundrechtsverletzend kritisieren.
Die Festnahmen stehen im Kontext einer zunehmend angespannten politischen Lage in der Türkei, in der die Regierung immer wieder gegen kritische Stimmen vorgeht. Beobachter warnen, dass solche Aktionen nicht nur die Meinungsfreiheit einschränken, sondern auch das internationale Image der Türkei weiter beschädigen könnten, insbesondere im Hinblick auf den NATO-Gipfel, der in einer Zeit stattfindet, in der die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten von großer Bedeutung ist.
Die türkische Regierung hat sich bisher nicht zu den Festnahmen geäußert, jedoch wird erwartet, dass diese Thematik während des Gipfels und in den anschließenden Gesprächen mit anderen NATO-Staaten zur Sprache kommen wird. Der Druck auf die Regierung, die Menschenrechte zu respektieren, wächst sowohl im Inland als auch international.
Quellen: ZEIT Online, FAZ Online