Der Kommissar für Aboriginal und Torres-Strait-Inselbewohner in Australien, Mick Gooda, hat sich besorgt über den jüngsten Vorstoß der Regierung von Queensland geäußert, die Anzahl der Adoptionen zu erhöhen. Gooda warnt, dass dieser Schritt eine Gefahr für die First Nations Kinder darstellt und die schweren Wunden der Vergangenheit, verursacht durch Zwangsentziehungen, wieder aufreißen könnte.
Die Diskussion um die Adoptionen in Queensland kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Aboriginal-Gemeinschaften weiterhin unter den Folgen vergangener politischer Maßnahmen leiden. Diese Maßnahmen haben das Vertrauen zwischen den First Nations und der australischen Regierung stark belastet. Gooda fordert die Regierung auf, die Stimmen der indigenen Gemeinschaften ernst zu nehmen und alternative Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien gerecht werden.
Die Warnung des Kommissars ist Teil einer breiteren Debatte über die Rechte und den Schutz von indigenen Kindern in Australien. Der Fokus sollte darauf liegen, sicherzustellen, dass Kinder in ihren kulturellen Gemeinschaften bleiben, anstatt sie in Adoptionssysteme zu drängen, die sie von ihren Wurzeln trennen könnten.
Quellen: ABC Australia