US-Politiker kritisiert Deportation von Haitians mit TPS

Der republikanische Abgeordnete Carlos Giménez aus Florida hat am Sonntag die Entscheidung der US-Regierung kritisiert, Haitianer mit temporärem Schutzstatus (TPS) abzuschieben. In Anbetracht der aktuellen Situation in Haiti, die von Instabilität und Gewalt geprägt ist, bezeichnete er die Deportation als einen ‚großen Fehler‘.

Giménez, der als ehemaliger Bürgermeister von Miami und Sohn kubanischer Exilanten auftritt, hebt hervor, dass die Rückkehr von etwa 350.000 Haitianern in ein chaotisches und gefährliches Umfeld katastrophale Folgen haben könnte. ‚Haiti ist zweifellos ein gescheiterter Staat‘, sagte er in einem Interview. Er fordert die Biden-Administration auf, ihre Politik zu überdenken und den Schutzstatus für Haitianer aufrechtzuerhalten.

Die Diskussion um TPS für Haitianer wird in den USA zunehmend kontrovers, insbesondere nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs, das die Entscheidung der Trump-Regierung zur Aufhebung des Programms bestätigte. Giménez‘ Äußerungen zeigen einen ungewöhnlichen Bruch innerhalb der republikanischen Partei und werfen Fragen zur humanitären Verantwortung der USA auf.

Quellen: The Hill, The Guardian