Der NATO-Gipfel in Ankara hat deutlich gemacht, dass die Spannungen innerhalb des Bündnisses groß sind. NATO-Generalsekretär Mark Rutte bezeichnete die Differenzen zwischen US-Präsident Donald Trump und anderen NATO-Führern als Beweis für die Stärke der demokratischen Strukturen der Allianz. Laut Rutte sollten diese Spannungen als Lektion für den russischen Präsidenten Wladimir Putin dienen.
Die Diskussionen während des Gipfels drehten sich vor allem um die zukünftige Rolle Europas in der Sicherheitspolitik. Die Verteidigungsexpertin Ulrike Franke äußerte, dass es einen fundamentalen Wandel innerhalb des Bündnisses gebe, der darauf hindeutet, dass die Europäer für ihre Sicherheit verstärkt selbst verantwortlich sein müssen. Dies könnte langfristige Auswirkungen auf die NATO-Strategie und die transatlantischen Beziehungen haben.
Während des Gipfels gab es auch kritische Stimmen, die darauf hinwiesen, dass Trump die Agenda nach Belieben steuern kann und somit die Verhandlungsdynamik innerhalb der NATO beeinflusst. Beobachter sehen in dieser Entwicklung eine potenzielle Schwächung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten.
Quellen: ZEIT Online, Welt Online, Spiegel Online