Die Europäische Union hat Nordmazedonien dringend aufgefordert, seine Verfassung zu ändern, um die Blockade durch Bulgarien zu beseitigen, die eine der Hauptursachen für die Verzögerungen bei den Beitrittsverhandlungen ist. Der EU-Erweiterungskommissar betonte, dass solche Änderungen notwendig sind, um eine positive Dynamik in den Verhandlungen zu schaffen.
Die Beziehungen zwischen Nordmazedonien und Bulgarien sind seit einiger Zeit angespannt, da Bulgarien Bedenken hinsichtlich der Identität und der historischen Narrative Nordmazedoniens geäußert hat. Die EU sieht in Nordmazedonien einen potenziellen Vorreiter in der Region, besonders im Vergleich zu anderen westlichen Balkanstaaten, und möchte Fortschritte in den Beitrittsverhandlungen ermöglichen.
Die Aufforderung zur Verfassungsänderung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da die EU ihre Unterstützung für die Region verstärken möchte. Montenegro wird als Beispiel für erfolgreiche Reformen angeführt, die es dem Land ermöglicht haben, im Beitrittsprozess voranzukommen. Die EU hofft, dass Nordmazedonien ähnliche Fortschritte machen kann, wenn es die notwendigen Schritte unternimmt.
Quellen: Balkan Insight