Im Vorfeld des NATO-Gipfels in Ankara kam es in der Türkei zu landesweiten Protesten. Demonstranten äußerten ihren Unmut über die Militäroperationen in Gaza und die damit verbundenen Profite der Rüstungsindustrie. Die Proteste wurden von der türkischen Regierung mit einer umfassenden Sicherheitsstrategie und einem Verbot von Versammlungen beantwortet.
Die Veranstalter der Proteste kritisierten die NATO und die Mitgliedsstaaten dafür, dass sie sich nicht ausreichend für den Frieden im Nahen Osten einsetzen. Die Demonstranten forderten ein Ende der militärischen Unterstützung für Israel und ein stärkeres Engagement für die palästinensische Sache. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Menschenmengen zu zerstreuen, was zu mehreren Festnahmen führte.
Die Ereignisse zeigen die Spannungen in der türkischen Gesellschaft in Bezug auf internationale militärische Allianzen und deren Einfluss auf die regionale Politik. Experten befürchten, dass solche Proteste und die Repression durch die Regierung die politische Landschaft in der Türkei destabilisieren könnten.
Quellen: Middle East Eye, Al-Monitor