Ägyptens Außenminister Badr Abdelatty hat in einer aktuellen Erklärung die wiederholten Bedenken seines Landes gegenüber dem Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD) unterstrichen. Er betonte, dass Ägypten das volle Recht habe, seine Wasserressourcen zu schützen, insbesondere wenn diese durch die Aktivitäten Äthiopiens gefährdet werden.
In seiner Erklärung bezeichnete Abdelatty den Bau des GERD als eine einseitige Aktion, die ohne die Zustimmung der anliegenden Länder durchgeführt wurde. Diese Bemerkungen sind Teil eines anhaltenden Streits zwischen Ägypten und Äthiopien über die Kontrolle und Nutzung des Nils, der für viele Länder in der Region von entscheidender Bedeutung ist.
Abdelatty erklärte, dass Ägypten gezwungen sein könnte, Maßnahmen zu ergreifen, um seine Wasserrechte zu verteidigen, falls die Situation sich verschlechtert. Diese Äußerungen heben die Spannungen im Zusammenhang mit dem Dammprojekt hervor, das seit seiner Ankündigung im Jahr 2011 immer wieder in der internationalen Berichterstattung steht.
Die Debatte um den GERD hat nicht nur Auswirkungen auf die bilateralen Beziehungen zwischen Ägypten und Äthiopien, sondern auch auf die gesamte Region. Ägypten hat immer wieder betont, dass der Nil für seine Wasserversorgung von lebenswichtiger Bedeutung ist und dass jede Bedrohung seiner Wasserressourcen ernst genommen werden muss.
Quellen: AllAfrica – Egypt, AllAfrica – North Africa