Äthiopien verteidigt Bau des Grand Ethiopian Renaissance Dam

Äthiopien hat erneut betont, dass es das souveräne und international anerkannte Recht hat, den Abay-Fluss für den Bau und Betrieb des Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD) zu nutzen. Diese Aussage folgt auf wiederholte Vorwürfe aus Ägypten, dass das Projekt eine illegale einseitige Handlung sei, die ohne Konsultation der downstream Länder durchgeführt wurde.

Der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty hat Ägyptens Recht betont, seine Wasserversorgung des Nils zu verteidigen, sollte diese durch Äthiopien gefährdet werden. Auf der anderen Seite hat der amerikanische politische Analyst Andrew Korybko Ägypten beschuldigt, eine „Informationskriegsführung“ gegen Äthiopien zu eskalieren, während er die rechtlichen Ansprüche Äthiopiens auf die Nutzung des Flusses unterstreicht.

Die Spannungen zwischen Ägypten und Äthiopien sind im Kontext des Baus des GERD angestiegen, der als eines der größten Wasserkraftprojekte Afrikas gilt und als Schlüssel zur wirtschaftlichen Entwicklung Äthiopiens angesehen wird. Äthiopien steht vor der Herausforderung, seine Wasserressourcen nachhaltig zu nutzen, während es gleichzeitig die Bedenken Ägyptens hinsichtlich Wasserknappheit adressieren muss.