Wasserknappheit im Münchner Umland: Stadtwerke drehen Hahn zu

Die anhaltende Trockenheit in Bayern trifft das Müncher Umland besonders hart: Die Stadtwerke München (SWM) haben eine vorübergehende Wassersparverordnung für sieben anliegende Kommunen im Landkreis München erlassen. Betroffen sind Gemeinden wie Grasbrunn, Neubiberg und Oberhaching, in denen nun das Bewässern von Gärten, das Spülen von Fahrzeugen und die Nutzung von privaten Swimmingpools untersagt ist. Die Maßnahme tritt unmittelbar in Kraft und soll helfen, die Trinkwasserversorgung langfristig sicherzustellen.

Die SWM begründen die Entscheidung mit sinkenden Grundwasserständen und einer angespannten hydrologischen Lage. „Wir müssen vorsorglich handeln, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, erklärte ein Sprecher. Die betroffenen Kommunen wurden informiert und arbeiten nun an der Umsetzung. In Rathäusern werden Informationskampagnen gestartet, um die Bevölkerung über die neuen Regeln aufzuklären. Zudem werden verstärkt Kontrollen in Gärten und öffentlichen Bereichen durchgeführt.

Die Verbote stoßen bei einigen Anwohnern auf Unverständnis. „Wir haben uns in den letzten Jahren viel Mühe gegeben, sparsam mit Wasser umzugehen – jetzt fühlt es sich an, als ob es zu spät ist“, kritisierte ein Einwohner aus Ottobrunn. Experten weisen jedoch darauf hin, dass kurzfristige Einschränkungen notwendig sind, um langfristig größere Probleme zu vermeiden. Bereits in anderen Regionen Deutschlands, etwa in Teilen von Brandenburg und Sachsen, gelten ähnliche Maßnahmen seit Jahren.

Quellen: Süddeutsche Zeitung