Berlins Senatorin Günther-Wünsch kritisiert geplante Kürzung des Unterhaltsvorschusses

Die Berliner Familien- und Jugendpolitik gerät durch geplante Bundesänderungen in Bewegung. Senatorin Anne Günther-Wünsch (CDU) hat scharf gegen Vorhaben in Berliner und bundesweiter Politik protestiert, nach denen der Unterhaltsvorschuss künftig nur noch bis zum 16. Lebensjahr gezahlt werden soll – danach nicht mehr im 17. und 18. Lebensjahr.

Die Regelung trifft vor allem Alleinerziehende Familien, die auf diese Leistungen angewiesen sind. Günther-Wünsch betonte in einer Stellungnahme, dass Kinder und Jugendliche nicht für politische Kürzungen büßen dürfen: „Kinder dürfen nicht die Leidtragenden sein.“ Sie appellierte an die Bundesregierung, die finanzielle Absicherung benachteiligter Familien nicht zu gefährden.

Berlin zählt bundesweit zu den Städten mit einem besonders hohen Anteil an Alleinerziehenden. Der Unterhaltsvorschuss ist vielen eine wichtige Stütze. Die geplante Einschränkung könnte laut Expert:innen vor allem in urbanen Regionen wie Berlin gravierende soziale Folgen haben. Die Senatorin fordert daher eine bundesweite Neubewertung der Maßnahme, um soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit zu wahren.

Quellen: Tagesspiegel