Frankreich beschließt Gesetz zur Sterbehilfe für schwer Kranke

Das französische Parlament hat am Mittwoch ein Gesetz zur Sterbehilfe verabschiedet, das schwer erkrankten Menschen unter bestimmten Bedingungen den assistierten Suizid ermöglicht. Präsident Emmanuel Macron, der sich für diese Reform stark gemacht hat, sieht in der neuen Regelung einen wichtigen Fortschritt in der Debatte um die Sterbehilfe.

Das Gesetz erlaubt es unheilbar kranken Patienten, auf eine medizinische Unterstützung beim Suizid zurückzugreifen, jedoch sind dafür strenge Auflagen vorgesehen. Die Diskussion über Sterbehilfe in Frankreich dauert bereits viele Jahre an und wird von ethischen sowie juristischen Fragen begleitet. Diese Entscheidung wird als einer der bedeutendsten sozialen Reformen seit der Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe im Jahr 2012 betrachtet.

Mit dieser Gesetzesänderung steigt Frankreich in die Reihe der Länder ein, die eine regulierte Sterbehilfe anbieten, und könnte eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen. Die Verabschiedung des Gesetzes könnte auch internationale Auswirkungen auf die Debatte um Sterbehilfe in anderen Ländern haben.

Quellen: France 24, ZEIT Online, Spiegel Online