Die innere Spaltung der AfD in Nordrhein-Westfalen verschärft sich weiter. Ein Mediationsgespräch zwischen den verfeindeten Fraktionen des Landesverbands, das am Mittwoch stattfinden sollte, scheiterte laut Berichten bereits innerhalb weniger Minuten. Beobachter sprechen von einer unüberbrückbaren Graben zwischen den regionalen Richtungen der Partei, die sich in Fragen der Führung, Strategie und personeller Besetzung nicht einigen können.
Die Auseinandersetzungen innerhalb des NRW-Landesverbandes hatten zuletzt auch die Bundesvorsitzenden der AfD in ihren Bann gezogen. Sowohl Jörg Meuthen als auch Tino Chrupalla bemühten sich um eine Vermittlung – bislang ohne nachhaltigen Erfolg. Parteikreise befürchten, dass die andauernde Blockade im größten deutschen Bundesland die politische Handlungsfähigkeit der AfD massiv beeinträchtigen könnte, besonders im Hinblick auf anstehende Kommunal- und Landtagswahlen.
Die Spaltung zeigt sich nicht nur in internen Parteitagsdebatten, sondern wirkt sich bereits auf die Arbeit der Landtagsfraktion aus. Kritiker warnen, dass die fehlende Geschlossenheit das Vertrauen von Wählern und Kooperationspartnern weiter untergräbt. Die AfD in NRW bleibt damit eine der am stärksten zerstrittenen Landesorganisationen der Partei – mit ungewissem Ausgang.
Quellen: Spiegel Online – Deutschland