Im Landkreis Börde bei Magdeburg ist ein wichtiger Meilenstein im Artenschutz erreicht: 60 Feldhamster wurden erfolgreich in ihr ursprüngliches Lebensgebiet zurückgebracht. Es handelt sich um Nachkommen der Tiere, die 2022 im Zuge der Vorbereitungen für das geplante Intel-Werk umgesiedelt werden mussten. Die ausgewilderten Tiere stammen aus einem anerkannten Zuchtprogramm, das in enger Abstimmung mit Naturschutzbehörden durchgeführt wurde.
Der Feldhamster gilt als streng geschützte Art und ist besonders empfindlich gegenüber Veränderungen ihres Lebensraums. Die Umsiedlung vor vier Jahren war notwendig, um die Baupläne für das Halbleiterwerk zu ermöglichen, ohne die Population auszulöschen. Seitdem wurde intensiv an der Wiederansiedlung gearbeitet – mit Erfolg: Die Tiere wurden in einem landwirtschaftlich strukturierten Gebiet freigelassen, das ausreichend Nahrung und Deckung bietet.
Die Naturschutzbehörden betonen, dass die Rückkehr der Feldhamster ein positives Signal für die Balance zwischen Wirtschaftsaufschwung und ökologischer Verantwortung sei. „Das zeigt, dass industrielle Entwicklung und Naturschutz kein Widerspruch sein müssen“, so ein Sprecher des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt. Begleitende Monitoring-Maßnahmen sollen sicherstellen, dass sich die Tiere dauerhaft etablieren können.
Quellen: MDR – Nachrichten