Kameruner Studenten protestieren gegen neue französische Visabestimmungen

Am Dienstag versammelten sich Dutzende Studierende zu einer friedlichen Demonstration vor der französischen Botschaft in Yaoundé. Grund des Protests waren neue finanzielle Anforderungen, die französische Behörden kürzlich für ausländische Studierende eingeführt haben, die an privaten Hochschuleinrichtungen in Frankreich eingeschrieben sind. Die betroffenen kamerunischen Studierenden befürchten, dass die neuen Regelungen ihre Teilnahme am kommenden Herbstsemester gefährden.

Die Demonstranten forderten eine Überprüfung der Maßnahmen, die ihrer Ansicht nach insbesondere Studierende aus Entwicklungsländern benachteiligen. Die neuen Anforderungen verlangen von Studierenden aus Drittstaaten, einen Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel für Lebenshaltung und Studienkosten vorzulegen, wobei die Hürden besonders für Anwärter an privaten Institutionen deutlich angehoben wurden. Kritiker sehen darin eine Diskriminierung und eine Einschränkung der Chancengleichheit im Bildungswesen.

Die Protestaktion blieb gewaltfrei, und die Teilnehmenden verließen die Botschaftsvertretung nach mehreren Stunden in geordneten Bahnen. Die französische Botschaft hat bisher keine offizielle Stellungnahme abgegeben. Allerdings wird erwartet, dass die Debatte über die Zugänglichkeit französischer Hochschulen für afrikanische Studierende in den kommenden Wochen weiter an Fahrt gewinnen könnte.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Central Africa