Senegals ‚Plastik-Mann‘ kämpft gegen Umweltverschmutzung

In Senegal setzt sich der Umweltaktivist Modou Fall mit einer ungewöhnlichen Aktion für den Kampf gegen Plastikverschmutzung ein. Bekannt als „Plastik-Mann“, trägt er ein auffälliges Outfit aus gesammeltem Plastikmüll und zieht damit durch die Straßen von Dakar und anderen Teilen des Landes. Seine körperumhüllende Installation aus Flaschen, Tüten und Verpackungen soll die Bevölkerung und die Behörden für das massive Umweltproblem sensibilisieren.

Plastikmüll ist in weiten Teilen Westafrikas zu einer wachsenden Herausforderung geworden. In Senegal landen viele Abfälle auf Deponien oder in offenen Gräben, was Böden, Wasserläufe und die menschliche Gesundheit belastet. Modou Fall hofft, durch seine sichtbare Aktion politischen Druck aufzubauen, um strengere Umweltvorschriften durchzusetzen und Recyclinginitiativen zu fördern.

Sein Auftritt zieht regelmäßig Aufmerksamkeit an – von Schaulustigen ebenso wie von Medien. Mit seiner Aktion verbindet er Kunst, Protest und Umwelterziehung. „Jeder einzelne Plastikbecher, den wir achtlos wegwerfen, bleibt jahrzehntelang im System“, sagt Fall. „Ich trage ihn sichtbar, damit niemand wegschauen kann.“

Quellen: France 24 – Africa