Somalia sucht neue militärische Partner nach drohendem Abzug der AU-Truppen

Die somalische Bundesregierung unternimmt nach jüngsten Berichten verstärkte Anstrengungen, um nach dem geplanten Abzug der Truppen der Afrikanischen Union (AU) neue militärische Partner zu gewinnen. Offiziellen Angaben zufolge laufen Gespräche mit mehreren regionalen Ländern, die bereits Soldaten zur bisherigen Stabilisierungsmission beigesteuert haben, um bilaterale Sicherheitsabkommen abzuschließen. Diese sollen es ermöglichen, ausländische Streitkräfte auch nach dem Ende der AU-Mission im Land zu halten.

Die derzeitige Mission der AU in Somalia, die seit Jahren zur Bekämpfung der Al-Shabaab-Miliz beiträgt, befindet sich in einer Übergangsphase. Mit dem geplanten Rückzug rückt die somalische Regierung in die Verantwortung, Sicherheit und Stabilität eigenständig sicherzustellen. Um jedoch einen Sicherheitsvakuum vorzubeugen, sucht die Regierung nun nach alternativen Arrangements mit einzelnen Ländern, die weiterhin militärische Unterstützung leisten können.

Experten sehen in den bilateralen Abkommen einen strategischen Schritt, um die Kontinuität in der Sicherheitsarchitektur zu gewährleisten. Gleichzeitig wirft dies Fragen nach der langfristigen Souveränität und der Abhängigkeit von ausländischer Militärpräsenz auf. Die Gespräche laufen derzeit auf höchster diplomatischer Ebene, um die neuen Vereinbarungen rechtzeitig vor dem vollständigen Abzug der AU-Truppen zu finalisieren.

Quellen: AllAfrica – East Africa