Greenpeace fordert Stopp für Dangotes 17-Milliarden-Dollar-Ölraffinerie an der Küste Kenias

Die Umweltorganisation Greenpeace Africa hat die kenianische Regierung aufgefordert, das geplante 17-Milliarden-Dollar-Ölraffinerie-Projekt des nigerianischen Milliardärs Aliko Dangote an der kenianischen Küste zu stoppen. Das Projekt, das als eines der größten industriellen Vorhaben in Ostafrika gilt, stelle eine massive Bedrohung für die empfindlichen Küstenökosysteme, Fischereigebiete und Trinkwasservorräte dar, warnte die NGO.

Umweltrisiken im Fokus

Greenpeace betont, dass die vorgeschlagene Raffinerie erhebliche Mengen an Kohlenstoffemissionen verursachen und die Meeresumwelt gefährden könnte. Besonders kritisch sei die potenzielle Verschmutzung von Mangrovenwäldern und Korallenriffen, die als Lebensraum für zahlreiche Arten und als natürliche Küstenschutzbarrieren dienen. Zudem bestehe die Gefahr, dass lokale Gemeinden, die von Fischerei und Tourismus leben, wirtschaftlich geschädigt werden.

Druck auf die Regierung

Die Organisation fordert eine unabhängige, transparente Umweltverträglichkeitsprüfung und den sofortigen Baustopp, bis alle Risiken vollständig bewertet seien. Greenpeace ruft auch internationale Partner auf, sich nicht an Projekten zu beteiligen, die gegen Klimaziele verstoßen. Das Dangote-Projekt steht symbolisch für die Spannung zwischen wirtschaftlicher Industrialisierung und nachhaltiger Entwicklung in Ostafrika.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa