Algerischer Ministerpräsident besucht Überlebende nach verheerendem Brand in Waisenhaus

Der algerische Ministerpräsident Sifi Ghrieb hat am Mittwoch die Überlebenden eines verheerenden Brandes in einer Waiseneinrichtung in der Hauptstadt Algier besucht. Das Feuer, das in der Nacht zuvor in der Einrichtung ausbrach, forderte mindestens 11 Todesopfer, darunter mehrere Kinder. Die Behörden bestätigten, dass zahlreiche weitere Personen verletzt wurden und in umliegenden Krankenhäusern behandelt werden.

Staatliche Trauer und Ermittlungen laufen

Ghrieb äußerte nach dem Besuch tiefe Betroffenheit und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. „Dies ist ein nationaler Trauerfall. Wir tragen die Last des Schmerzes mit den betroffenen Familien“, sagte er vor Journalisten außerhalb der beschädigten Einrichtung. Die Regierung kündigte eine umfassende Untersuchung zur Brandursache an. Erste Berichte deuten auf technische Defekte in der Elektroinstallation hin, doch auch menschliches Versagen wird nicht ausgeschlossen.

Reaktionen und Sicherheitsdebatte

Der Vorfall hat in Algerien eine landesweite Debatte über die Sicherheitsstandards in sozialen Einrichtungen ausgelöst. Menschenrechtsgruppen und lokale Aktivisten fordern umgehende Kontrollen aller staatlichen und privaten Waisenhäuser. Die Tragödie erinnert an ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit, bei denen mangelnde Brandschutzmaßnahmen zu schweren Unglücken führten. Die Regierung versicherte, dass Sofortmaßnahmen ergriffen werden, um weitere Unfälle zu verhindern.

Quellen: Africanews EN