Der Sudan hat am Mittwoch erneut offizielle Anschuldigungen der Vereinigten Staaten zurückgewiesen, nach denen die sudanesische Armee angeblich chemische Waffen im Rahmen des andauernden Konflikts eingesetzt haben soll. Die Vorwürfe wurden erneut durch die US-Vertreterin vor dem UN-Sicherheitsrat erhoben, woraufhin die sudanesische Regierung umgehend eine Dementi veröffentlichte. In einer Stellungnahme des Sudan News Agency (SUNA) vom 16. Juli 2026 hieß es, die Anschuldigungen seien „unbegründet, voreingenommen und Teil einer politischen Kampagne gegen die staatlichen Institutionen“.
Die USA hatten im Sicherheitsrat erneut auf mögliche Verstöße gegen das internationale Kriegsvölkerrecht hingewiesen, ohne konkrete Beweise vorzulegen. Sudans Vertreter betonten hingegen, dass derartige Vorwürfe ohne unabhängige, transparente Untersuchungen nicht haltbar seien. Die sudanesische Regierung forderte zudem die UN auf, neutralere Mechanismen zur Aufklärung von Kriegsverbrechen zu etablieren.
Der diplomatische Schlagabtausch unterstreicht die angespannten Beziehungen zwischen Khartum und Washington im Kontext des andauernden Bürgerkriegs, der im April 2023 zwischen der Sudanesischen Armee (SAF) und den Schnellen Eingreifkräften (RSF) ausbrach. Bislang blieben internationale Bemühungen um eine Feuerpause weitgehend erfolglos.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa