Der malawische Parlamentsausschuss für Bildung, Wissenschaft und Technologie hat eine dringende Aufstockung der staatlichen Zuschüsse für öffentliche Universitäten gefordert. In einem aktuellen Bericht wird vor den Folgen jahrelanger Unterfinanzierung gewarnt, die die Qualität der Hochschulbildung im Land massiv beeinträchtige. Der Ausschuss betont, dass ohne zusätzliche Mittel die akademische Leistungsfähigkeit, die Lehrinfrastruktur und die Betreuung von Studierenden weiter leiden werde.
Die öffentlichen Hochschulen in Malawi, darunter die University of Malawi und die Lilongwe University of Agriculture and Natural Resources, kämpfen seit Jahren mit unzureichenden Budgets. Dazu zählen Gehaltsausfälle für akademisches Personal, mangelnde Laborausrüstung und marode Gebäude. Studierende berichten regelmäßig von überfüllten Hörsälen und eingeschränktem Zugang zu Lernmaterialien.
Der Ausschuss fordert die Regierung auf, die Hochschulfinanzierung als strategische Priorität zu behandeln und einen transparenten Plan zur nachhaltigen Mittelbereitstellung vorzulegen. Gleichzeitig wird empfohlen, alternative Finanzierungsmodelle zu prüfen, ohne die Zugänglichkeit für benachteiligte Studierende zu gefährden. Die Empfehlungen könnten nun in einer parlamentarischen Debatte diskutiert werden, die voraussichtlich in den nächsten Wochen stattfindet.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa