Die britische Regierung hat bekanntgegeben, ihre Entwicklungshilfe für Malawi in den kommenden Jahren massiv zu kürzen. Laut aktuellen Plänen soll die Finanzierung im Haushaltsjahr 2026–27 um 60 Prozent sinken, mit weiteren Reduzierungen, die bis 2028–29 eine Verringerung um bis zu 90 Prozent gegenüber dem Niveau von 2025–26 erreichen könnten. Die Mittelkürzungen betreffen Programme im Bereich Gesundheit, Bildung und staatliche Institutionen, die in Malawi seit Jahren auf internationale Unterstützung angewiesen sind.
Fachleute warnen vor den möglichen Folgen dieser Entscheidung, insbesondere in einem Land, das bereits mit hoher Armut, Inflation und begrenzten öffentlichen Ressourcen kämpft. Die britische Entwicklungshilfe hat in der Vergangenheit maßgeblich zur Finanzierung grundlegender Dienstleistungen beigetragen. Ein plötzlicher Rückzug könnte die Stabilität öffentlicher Systeme gefährden, besonders im ländlichen Raum.
Die malawische Regierung hat bislang nicht offiziell auf die Ankündigung reagiert. Kritiker befürchten jedoch, dass die Kürzungen auf einen breiteren Trend westlicher Geberländer hindeuten, ihre humanitäre und Entwicklungszusammenarbeit mit afrikanischen Ländern zu überdenken oder einzuschränken – oft im Kontext interner Haushaltsdebatten in den Geberländern.
Quellen: AllAfrica – South Africa, AllAfrica – Southern Africa