Die simbabwische Jugendaktivistin und Psychologiestudentin Tanatswa Amanda Chikaura hat nach einem traumatischen Erlebnis an der Universität von Simbabwe einen öffentlichen Appell für mehr Aufmerksamkeit und Investitionen in die psychische Gesundheit junger Menschen gestartet. Der Anlass für ihr Engagement war der Suizid eines Kommilitonen, den sie während ihres Studiums erlebte. Dieses Ereignis habe sie tief betroffen gemacht und ihren Entschluss gefestigt, das Tabu um psychische Erkrankungen in Simbabwe zu brechen.
Chikaura betont, dass psychische Gesundheit in der simbabwischen Gesellschaft oft vernachlässigt oder stigmatisiert werde, obwohl die Herausforderungen besonders unter Studierenden und Jugendlichen zunehmen. Fehlende Ressourcen, unzureichende Fachkräfte und mangelnde Aufklärung verschärften die Situation. Sie fordert die Regierung und internationale Partner dazu auf, gezielte Programme zu finanzieren, die psychologische Beratung an Bildungseinrichtungen verankern und Bewusstsein in der Öffentlichkeit schaffen.
Die Aktivistin arbeitet mittlerweile eng mit Organisationen wie den Vereinten Nationen zusammen, um nationale Strategien zur psychischen Gesundheit zu entwickeln. Ihre Botschaft lautet klar: „Wir müssen über psychische Gesundheit sprechen, ohne Scham. Jeder Mensch verdient Zugang zu Unterstützung – besonders jene, die unter Druck stehen und schweigend leiden.“
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business