Leipzig hat am Samstag einen der größten Christopher Street Day (CSD)-Umzüge seiner Geschichte erlebt. Rund 20.000 Teilnehmende zogen durch das Stadtzentrum, um für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen einzustehen. Der Demonstrationszug startete am Augustusplatz und führte über die Innenstadt bis zum Hauptbahnhof, wo anschließend ein Straßenfest mit Musik, Reden und kulturellen Beiträgen stattfand.
Organisatorinnen und Organisatoren betonten in ihren Ansprachen die Bedeutung von Solidarität und sichtbarer Präsenz in der Öffentlichkeit. „Wir feiern heute nicht nur unsere Vielfalt, sondern wehren uns auch gegen wachsenden Hass und Diskriminierung“, hieß es in einer Rede. Politische Vertreter aus Stadt und Land sprachen von einem Zeichen gegen Homophobie und für ein offenes, tolerantes Sachsen.
Der diesjährige CSD stand unter dem Motto „Zusammen stark“ und richtete sich explizit gegen gesellschaftliche Spaltung und rechtspopulistische Tendenzen. Sicherheitskräfte waren im Umfeld des Zuges präsent, um ein friedliches Miteinander zu gewährleisten. Die Stimmung unter den Besucherinnen und Besuchern war überwiegend ausgelassen und feierlich. Neben lokalen Initiativen nahmen auch Gruppen aus anderen Bundesländern teil.
Quellen: MDR – Nachrichten