Berlin-Tegel wird zum Innovationsquartier: Start-ups forschen an Zukunftstechnologien

Was einst als landesweites Prestigeprojekt begann, nimmt langsam Gestalt an: Auf dem Gelände des stillgelegten Flughafens Berlin-Tegel entwickelt sich das „Quartier der Zukunft“ zu einem Hotspot für Technologie und Innovation. Wo einst Passagiermaschinen starteten und landeten, tüfteln heute Wissenschaftler, Ingenieure und Gründer an Lösungen für morgen.

Unternehmen aus den Bereichen autonomes Fahren, Luftmobilität und grüne Baustoffe haben sich hier angesiedelt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Drohnen-Logistiksystemen, die künftig Lieferverkehr in der Stadt entlasten sollen. Zudem testet ein Konsortium aus Forschung und Industrie neue Konzepte für emissionsfreie städtische Mobilität, darunter autonome Shuttle-Systeme, die direkt vom ehemaligen Rollfeld aus erprobt werden.

Auch im Bereich nachhaltiges Bauen wird Tegel zum Experimentierfeld: Pilotprojekte mit recycelbaren Baustoffen und energieautarken Gebäuden sollen Modellcharakter für zukünftige Stadtentwicklungen haben. Die Berliner Stadtentwicklungsverwaltung betont, dass die Fläche langfristig nicht nur technologisch, sondern auch sozial durchmischt gestaltet werden soll – mit Wohnraum, Bildungseinrichtungen und Freiflächen.

Obwohl einige Projekte noch in der Aufbau- und Testphase sind, ist die Dynamik am Standort spürbar. Die Transformation von Tegel vom Luftfahrtareal zum Innovationskamp wird als wegweisend für die wirtschaftliche Neuausrichtung Berlins angesehen – besonders im Wettbewerb mit anderen deutschen Technologiestandorten.

Quellen: Der Tagesspiegel