Während einer Jubiläumsveranstaltung am Chiemsee in Bernau wurde Bayerns Ministerpräsident Markus Söder von einem bislang unbekannten Mann mit einer Tomate angegriffen. Der Täter sprang Berichten zufolge aus dem Gebüsch hervor und traf Söder am Kopf. Der CSU-Chef blieb unverletzt und reagierte gefasst auf den Vorfall.
Unmittelbar nach der Attacke griff das Landeskriminalamt (LKA) ein und nahm den mutmaßlichen Täter vor Ort fest. Zeugen berichteten von einer plötzlichen Bewegung im nahen Gestrüpp, ehe der Wurf geschah. Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Ein Motiv ist bislang nicht bekannt, jedoch wird geprüft, ob der Mann politische Absichten verfolgte.
Die Veranstaltung, zu der Söder eingeladen war, feierte das 100-jährige Bestehen der Gemeinde Bernau am Chiemsee. Trotz des Zwischenfalls setzte der Ministerpräsident seinen Auftritt fort und nahm die Feierlichkeiten ohne weitere Unterbrechung wahr. In einer kurzen Stellungnahme nach dem Vorfall betonte er die Bedeutung politischer Diskussionskultur – auch in Zeiten wachsender Polarisierung.
Die bayerische Landesregierung verurteilte den Angriff scharf. Sicherheitskräfte überprüfen nun, ob der Zugang zum Veranstaltungsort ausreichend gesichert war. Derartige Übergriffe auf Amtsträger bleiben selten, doch die Vorfälle der letzten Jahre haben die Debatte über den Schutz von Politikern in Deutschland befeuert.
Quellen: Der Tagesspiegel, ntv – Nachrichten, FAZ Online