Ägypten verurteilt Somalilands Botschaftsplan in Jerusalem und fordert Freilassung entführter Seeleute

Ägypten hat die Pläne des selbsternannten Staates Somaliland, eine diplomatische Vertretung in Ost-Jerusalem einzurichten, entschieden zurückgewiesen. Das Außenministerium in Kairo erklärte am Sonntag, die Maßnahme sei eine klare Verletzung des internationalen Rechts und untergrabe die Position der arabischen Welt zur Jerusalemer Frage. Ägypten bekräftigte seine Unterstützung für die palästinensische Sache und betonte, dass Jerusalem eine zentrale Rolle im arabisch-islamischen Erbe spiele.

Gleichzeitig wandte sich Ägypten an die somalische Bundesregierung mit der dringenden Bitte, verstärkt auf die Freilassung von acht ägyptischen Seeleuten hinzuwirken, die vor kurzem vor der somalischen Küste entführt wurden. Die Seeleute befanden sich demnach auf einem Handelsschiff, das im Golf von Aden unter ägyptischer Flagge fuhr, als es von bewaffneten Gruppen angegriffen und die Besatzung teilweise entführt wurde. Die ägyptische Regierung verfolgt den Fall auf diplomatischem Wege über die internationalen Koordinationsmechanismen zur Pirateriebekämpfung.

Diplomatischer Protest gegen Jerusalem-Pläne

Die Absicht Somalilands, eine diplomatische Präsenz in Jerusalem einzurichten, wird regional als Versuch wahrgenommen, internationale Anerkennung zu gewinnen – ein Schritt, der von der arabischen Liga und der Afrikanischen Union bisher abgelehnt wird. Ägypten, traditionell eine führende Kraft in der arabischen Diplomatie, warnt vor einer Eskalation und fordert alle Länder auf, sich an die UN-Resolutionen zum Status Jerusalems zu halten.

Quellen: AllAfrica – North Africa, AllAfrica – Egypt