Zuckergetränke-Steuer in Ägypten könnte jährlich 1,8 Milliarden US-Dollar einsparen

Eine aktuelle Modellstudie schlägt Alarm: Nichtübertragbare Krankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall nehmen in Ägypten stark zu – und zuckerhaltige Getränke gelten als wesentlicher Risikofaktor. Laut der Analyse, die im Rahmen einer Forschungskooperation veröffentlicht wurde, könnte die Einführung einer gezielten Steuer auf zuckerhaltige Getränke bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar an zukünftigen Gesundheitskosten einsparen.

Die Studie, veröffentlicht über The Conversation Africa, zeigt, dass eine moderate Steuer von 20 Prozent auf zuckerhaltige Limonaden und Energydrinks den Konsum deutlich senken und gleichzeitig erhebliche Staatseinnahmen generieren würde. Diese Mittel könnten gezielt in die Verbesserung des öffentlichen Gesundheitssystems investiert werden. Insbesondere in städtischen Gebieten wie Kairo und Alexandria steigt der Konsum industriell hergestellter Getränke rapide – besonders unter Jugendlichen.

Prävention statt Behandlung

Die Forscher betonen, dass präventive Maßnahmen wie Steuern, Aufklärungskampagnen und Lebensmittelkennzeichnung effektiver sind als die alleinige Behandlung spätrier Krankheiten. Ägypten steht damit vor einer gesundheitspolitischen Zäsur: Während in Ländern wie Südafrika und Marokko bereits Zuckersteuern erfolgreich eingeführt wurden, prüft Kairo nun ähnliche Schritte. Die WHO unterstützt solche Initiativen als Teil einer umfassenden Strategie gegen den globalen Anstieg chronischer Krankheiten.

Quellen: AllAfrica – North Africa