USA verhängen neue Sanktionen gegen sudanesische Militärregierung wegen Einsatz von Chlorgas

Die Regierung der Vereinigten Staaten hat neue Sanktionen gegen die militärische Führung in Sudan verhängt, nachdem konkrete Vorwürfe erhoben wurden, wonach chemische Waffen im innerstädtischen Kriegseinsatz verwendet wurden. Wie das Radio France Internationale (RFI) berichtete, sollen Einheiten der sudanesischen Armee Chlorgas gegen die rivalisierende paramilitärische Rapid Support Forces (RSF) eingesetzt haben. Daraufhin reagierte die US-Regierung mit umfassenden Luftfahrtbeschränkungen und finanziellen Sanktionen gegen staatliche Institutionen und Militärführer.

Die Maßnahmen zielen darauf ab, die militärische Führung unter Druck zu setzen und den Einsatz verbotener Waffen im Konflikt zu unterbinden. Chlorgas gilt als chemische Waffe, deren Einsatz im Krieg gemäß internationalem Recht streng verboten ist. Die Anschuldigungen werfen neue Fragen über die humanitären und rechtlichen Dimensionen des andauernden Konflikts im Sudan auf, der seit 2023 Tausende Todesopfer forderte und Millionen zur Flucht zwang.

Die US-Sanktionen könnten die ohnehin angespannte humanitäre Lage weiter verschärfen, da sie auch indirekt die Logistik und Versorgung betreffen könnten. Internationale Organisationen warnen bereits seit Monaten vor einer eskalierenden humanitären Krise im Sudan. Die neue Entwicklung unterstreicht die zunehmende Isolation der Militärregierung auf der internationalen Bühne.

Quellen: AllAfrica – East Africa, RFI