Der Committee to Protect Journalists (CPJ) hat gemeinsam mit dem Sudanesischen Journalisten-Syndikat (SJS) einen detaillierten Bericht an den UN-Menschenrechtsrat übermittelt, der die massive Einschränkung der Pressefreiheit im Sudan dokumentiert. Der Bericht wurde rechtzeitig vor der anstehenden Universal Periodic Review (UPR) des Landes bei der Menschenrechtskommission eingereicht und enthält erschütternde Angaben über Zensur, Inhaftierungen von Journalisten und systematische Angriffe auf unabhängige Medien.
Seit Beginn des andauernden Konflikts zwischen der sudanesischen Armee und der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) im Jahr 2023 hat sich die Lage für Journalisten dramatisch verschlechtert. Viele Medienhäuser wurden geschlossen, Reporter unter Druck gesetzt oder festgenommen. Laut dem Bericht werden Journalisten systematisch schikaniert, verhaftet oder mit Strafverfolgung bedroht, sobald sie über Menschenrechtsverletzungen oder militärische Aktionen berichten.
Der CPJ kritisiert, dass die sudanesische Militärregierung jegliche unabhängige Berichterstattung unterbinden wolle, um die Wahrnehmung des Konflikts zu kontrollieren. Der eingereichte Bericht soll Druck auf die internationale Gemeinschaft ausüben, Menschenrechtsverletzungen im Sudan stärker zu thematisieren und konkrete Maßnahmen zur Schutz von Journalisten zu fordern. Die UN-Überprüfung könnte zu Empfehlungen führen, die den Zugang zu Informationen und den Schutz von Medienschaffenden betreffen.
Quellen: AllAfrica – East Africa, CPJ