Ghana verurteilt xenophobe Gewalt gegen Migranten in Südafrika

Die Regierungen Ghanas und Nigerias haben die jüngsten xenophoben Angriffe auf ausländische Migranten in Südafrika scharf verurteilt. Beide westafrikanischen Länder haben in einer gemeinsamen Stellungnahme die südafrikanischen Behörden aufgefordert, die Gewalt gegen Angehörige anderer afrikanischer Staaten wirksam einzudämmen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Aufruf zur Diskussion auf AU-Ebene

Über die bloße Verurteilung hinaus haben Ghana und Nigeria gefordert, das Thema der sogenannten ‚Afrophobie‘ – der Feindseligkeit von Südafrikanern gegenüber anderen Afrikanern – auf der nächsten Afrikanischen Union (AU) Konferenz offiziell auf die Tagesordnung zu setzen. Ziel sei es, strukturelle Lösungen zu finden, um Spannungen zwischen Ländern des Kontinents zu entschärfen und die Idee einer vereinten afrikanischen Gemeinschaft zu stärken.

Die jüngsten Ausschreitungen in mehreren südafrikanischen Städten haben erneut die Spannungen im Land gegenüber Migranten aus anderen afrikanischen Ländern offenbart. Dabei wurden Geschäfte von Ausländern angegriffen, Wohnungen verwüstet und mindestens drei Menschen getötet. Viele Betroffene stammen aus Nigeria, Zimbabwe, Malawi und eben auch Ghana.

Ghanas Botschaft an die AU

Die ghanaische Regierung betont, dass solche Gewaltausbrüche nicht nur gegen die Würde von Bürgern anderer afrikanischer Staaten verstoßen, sondern auch die Prinzipien der Panafrikanismus und der kontinentalen Solidarität untergraben. Gleichzeitig ruft Accra zur Ruhe auf und bittet Landsleute in Südafrika, Sicherheitsanweisungen zu befolgen, während die Lage weiter beobachtet wird.

Quellen: AllAfrica – Ghana