Senegalesischer Präsident übernimmt Führung der ECOWAS

Der neu gewählte senegalesische Präsident Bassirou Diomaye Faye hat heute offiziell die rotierende Präsidentschaft der Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten (ECOWAS) übernommen. Die Machtübergabe erfolgte im Rahmen eines feierlichen Gipfeltreffens der ECOWAS-Mitgliedstaaten in Abuja, Nigeria. Faye folgt damit auf den nigerianischen Präsidenten Bola Ahmed Tinubu, der das Amt seit Dezember 2023 innehatte.

Als neuer ECOWAS-Vorsitzender wird Faye in den kommenden sechs Monaten die regionale Diplomatie leiten, insbesondere im Hinblick auf die anhaltende politische Instabilität in mehreren Mitgliedstaaten, darunter Mali, Burkina Faso und Niger. Experten sehen in seiner Wahl eine Bestätigung für Senegals jüngste Rückkehr zu demokratischen Strukturen nach den politischen Unruhen der Vorjahre. Faye hatte im März 2024 die Präsidentschaftswahlen gewonnen und gilt als Repräsentant einer neuen, reformorientierten politischen Generation.

Während seiner Amtszeit will Faye den Wiederaufbau des Vertrauens in die ECOWAS stärken, die in den letzten Jahren durch Militärputsche und Mitgliederaustritte unter Druck geriet. Zudem kündigte er an, wirtschaftliche Integration und Jugendbeschäftigung in der Region stärker in den Fokus zu rücken. Die ECOWAS umfasst 15 westafrikanische Länder mit insgesamt etwa 400 Millionen Einwohnern.

Quellen: France 24 – Africa