Verkehrsminister Crumbach warnt vor Gefahr für das Deutschlandticket

Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) warnt vor wachsenden Gefahren für das Deutschlandticket. Derzeit laufen Verhandlungen über die künftige Höhe der Trassenpreise – also der Gebühren, die die Deutsche Bahn von anderen Bahnunternehmen für die Nutzung ihrer Schieneninfrastruktur verlangt. Crumbach befürchtet, dass zu hohe Preise auf die Ticketkunden umgelegt werden und das günstige 49-Euro-Ticket langfristig nicht mehr finanzierbar sein könnte.

„Das Deutschlandticket ist ein Erfolgsmodell für mehr Mobilität und Klimaschutz“, betonte Crumbach. „Doch wenn die Trassenentgelte unverhältnismäßig steigen, droht eine Preiserhöhung, die vor allem Pendler in ländlichen Regionen trifft.“ Brandenburg als flächenmäßig größtes Flächenland Deutschlands ist besonders auf ein leistungsfähiges und bezahlbares Nahverkehrsnetz angewiesen.

Zudem kritisierte der Minister die aktuelle Alkoholpolitik der Deutschen Bahn. Während die Bahn plant, Alkohol an Bahnhöfen zu verbieten, will Crumbach ein flächendeckendes Verbot auch in Zügen und auf Bahnsteigen: „Alkohol muss auch in Zügen tabu sein, um Sicherheit und Ordnung im Nahverkehr zu gewährleisten.“ Er fordert bundesweite Regelungen, um das Mobilitätsangebot für alle Nutzer:innen attraktiver und sicherer zu machen.

Quellen: Der Tagesspiegel