Sudan: Inflation beschleunigt sich durch steigende Lebensmittel- und Transportkosten

Die Wirtschaftskrise im Sudan verschärft sich weiter: Laut einem aktuellen Bericht von Radio Dabanga treiben steigende Lebensmittel- und Transportkosten die Inflation erneut nach oben. Besonders betroffen sind Grundnahrungsmittel wie Weizen, Reis und Bohnen sowie die Kosten für öffentliche Fahrten, die für viele Familien unerschwinglich geworden sind.

Die Preisanstiege betreffen vor allem die Bevölkerung in städtischen Zentren wie Khartoum, wo die Nachfrage nach Nahrungsmitteln hoch ist, die Versorgungsketten jedoch durch den anhaltenden Konflikt massiv gestört werden. Händler berichten von logistischen Engpässen, Sicherheitsrisiken auf den Straßen und der Abwanderung von Arbeitskräften, was die Produktion und Verteilung weiter behindert.

Die galoppierende Inflation trifft eine ohnehin stark belastete Bevölkerung, bei der Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Die Währung hat deutlich an Wert verloren, was die Einfuhr von Gütern noch komplizierter macht. Experten warnen, dass die wirtschaftliche Stabilisierung nur unter einer dauerhaften Waffenruhe und der Wiederaufnahme staatlicher Strukturen möglich sein wird. Bis dahin jedoch bleibt die finanzielle Notlage für die Mehrheit der Sudanesen dramatisch.

Quellen: Dabanga, Radio Dabanga